Brüssels Bürokratie treibt den Mittelstand aus EU-Märkten!

Seit dem 12. August 2026 ist die neue EU-Verpackungsverordnung (PPWR) grundsätzlich anzuwenden. Besonders für kleine Onlinehändler verursacht sie enorme Mehrkosten und macht den Versand in andere EU-Länder zu teuer.

Nach Artikel 45 Absatz 3 müssen betroffene Händler in jedem belieferten EU-Staat einen eigenen Bevollmächtigten für die erweiterte Herstellerverantwortung bestellen. Hinzu kommen Registrierungen, Verträge und laufende Gebühren – im schlimmsten Fall für bis zu 26 unterschiedliche Systeme.

Was große Konzerne über eigene Rechts- und Compliance-Abteilungen abwickeln, kann sich für kleine und mittlere Betriebe schlicht nicht mehr rechnen. Die Folge: Händler stellen den Versand in einzelne EU-Länder ein und ziehen sich aus europäischen Märkten zurück. Damit schafft Brüssel neue Handelshürden ausgerechnet innerhalb des eigenen Binnenmarktes.

Besonders widersinnig: Die EU-Kommission hat selbst bereits eine Aussetzung der betreffenden Regelung vorgeschlagen. Eine abschließende Entscheidung fehlt jedoch. Während Brüssel noch über Änderungen diskutiert, müssen Unternehmer bereits Verträge schließen, Gebühren zahlen und mit erheblicher Rechtsunsicherheit leben.

Wir sagen: Guter Umweltschutz muss praxistauglich und wirtschaftlich tragfähig bleiben. Notwendig sind ein sofortiger Vollzugsverzicht, echte Bagatellgrenzen für Kleinstunternehmen und eine zentrale Erfassung bei Herstellern und Importeuren – statt 26 verschiedener Bürokratiesysteme.

Europa braucht einen funktionierenden Binnenmarkt – keine Regulierung, die den Handel lähmt!